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Fotografieren im Schnee  

Auch der Winter ist für das Fotografieren eine besonders reizvolle Jahreszeit. Schneebedeckte Landschaften sind besonders eindrucksvoll, doch gilt es für perfekte Aufnahmen einige Schwierigkeiten zu meistern:
Täuschung des Belichtungsmessers

Eines der grössten Probleme beim Fotografieren im Schnee ist die Tatsache, dass grosse, helle Flächen (Schnee, Strand) den Belichtungsmesser der Kamera täuschen können.

Die Belichtungsautomatik der Kamera meint, es sei zu viel Licht vorhanden und die Blende wird automatisch geschlossen. Das Resultat: Ihr Bild wird zu dunkel. Man nennt dies auch Unterbelichtung.

 
Der Belichtungsmesser der Kamera wurde
vom vielen Weiss getäuscht.
  Korrigiertes Bild: mit „Auto-Tonwertkorrektur“ im Programm
Adobe Photoshop Elements

Gegen die Unterbelichtung gibt es vier Rezepte:

  1. Kamera-Funktion „Belichtungskorrektur“
    Einige Kameras verfügen über die Funktion „Belichtungskorrektur“. Experimentieren Sie einmal mit dieser Funktion und stellen Sie die Belichtungskorrektur vor der Aufnahme auf +1 und für eine zweite Aufnahme sogar auf +2. Merken Sie sich die Bild-Nr. und vergleichen Sie die Bilder. Bei diesem Vorgehen werden Sie lernen, welche Einstellung das beste Bild lieferte.

  2. „Schnee-/Strand-Funktion“ in der Kamera
    Wenn Ihre Digital-Kamera die Funktion "Schnee" oder "Schnee/Strand" aufweist, können Sie damit das Problem lösen.

  3. Veränderung des ISO-Wertes
    Wenn Ihre Kamera keine Belichtungskorrektur-Möglichkeit bietet, können Sie den gleichen Effekt erreichen, indem Sie den ISO-Wert verändern. Durch eine Änderung von ISO/100 auf ISO/50 gibt der Belichtungsmesser dem Film/Chip doppelt so viel Licht.

     Der halbe ISO-Wert verdoppelt die Lichtmenge, welche der Film bzw. der Chip erhält ! 

    Achtung: Vergessen Sie nicht, nach der Umstellung des ISO-Wertes den Wert wieder auf die normale Einstellung zurückzustellen.

  4. Speicherung einer optimalen Lichtmessung vor der Aufnahme
    Wer eine Kamera besitzt, bei der sich vor dem Auslösen die Belichtung speichern lässt, sollte unbedingt davon Gebrauch machen. Das geht ganz einfach:

    Visieren Sie eine Stelle an, deren Helligkeit stimmt. Drücken Sie dann den Auslöser halb durch, halten Sie ihn in dieser Stellung und schwenken Sie dann auf das Motiv, das Sie fotografieren möchten. Drücken Sie erst jetzt ganz ab.

    Es gibt auch Kameras, bei denen man sogar den Bereich der Lichtmessung einstellen kann (z.B. Spot-Messung). D.h. das Licht wird nicht im gesamten Sucher gemessen sondern nur in einem gewissen Bereich.
Der unerwünschte "Blaustich"
 
Dieses Foto weist einen Blaustich auf.   Dieses Foto wurde mit UV-Filter aufgenommen.
Gegen den Blaustich gibt es zwei Rezepte:
  1. Die Funktion "Weissabgleich": Bei den meisten digitalen Kompakt-Kameras wird vor dem Auslösen der sogenannte "Weissabgleich" automatisch gewählt. Bei anspruchsvollen Profi-Kameras kann diese Funktion manuell gewählt werden.

  2. Wenn Sie auf das Objektiv einen Filter schrauben können, sollten Sie einen Skylight- oder UV-Filter einsetzen (Zusatzvorteil: Damit schützen Sie das Objektiv).
Weitere Tipps für gelungene Schnee-Aufnahmen
Bewegte Motive fotografieren
Wenn Sie eine Person beim Skifahren oder Schlitteln fotografieren, sollten Sie einmal das so genannte "Mitziehen der Kamera" ausprobieren. Damit gelingen Ihnen besonders spektakuläre Bilder, die die Bewegung zeigen, weil der Hintergrund verwischt dargestellt wird.

Ziehen Sie dazu einfach die Kamera mit der fahrenden Person mit. Das Resultat ist, dass Sie ein Bild erhalten, auf dem der Hintergrund verwischt wird und die Person scharf abgebildet ist. Der verwischte Hintergrund trägt dazu bei, dass die Fahrbewegung besser sichtbar wird. Das Bild gewinnt an Ausdruckskraft.

Wenn Sie die Belichtungszeit selber wählen können, sollten Sie mehrere Aufnahmen mit verschiedenen Verschlusszeiten (1/125, 1/250 usw.) machen. Sie werden feststellen es lohnt sich.

Fotografieren von Schneeflocken

Das Fotografieren von Schneeflocken ist nicht ganz einfach. Die fallenden Flocken "fressen" Licht und führen deshalb oft zu Bildern, die zu dunkel sind.

Seien Sie sich dessen bewusst und machen Sie mehrere Aufnahmen. Auch den Blitz sollten Sie ausprobieren.
Aufnahmen mit verschiedenen Belichtungseinstellungen
Gerade im Winter ist es für jeden Amateurfotografen wichtig, von einem tollen Motiv mehrere Aufnahmen mit verschiedenen Einstellungen zu machen. So gelingt bestimmt ein perfektes Bild.

Wer viel ausprobiert und die Bilder danach auswertet und beurteilt, lernt schnell dazu und merkt was "funktioniert" und was nicht.

Machen Sie sich einmal die Mühe, und notieren Sie vor jeder Aufnahme die Blende, die Verschlusszeit und die ISO-Einstellung. Nehmen Sie jedes Motiv mit verschiedenen Einstellungen auf. Vergleichen Sie am Schluss die verschiedenen Bilder. So schärfen Sie Ihr Gefühl und mit der Zeit meistern Sie auch die anspruchsvollsten Lichtverhältnisse problemlos.
Nachträgliche Bildbearbeitung auf dem Computer
Wenn trotzdem etwas schief gelaufen ist, kann Ihnen ein Bildbearbeitungs-Programm helfen, das Bild zu optimieren.

Fast alle Bildbearbeitungs-Programme bieten eine Korrekturmöglichkeit für nachträgliches Optimieren von Schnee-Bildern. Bei Adobe Photoshop Elements 5.0 können Sie Bilder ganz einfach automatisch korrigieren:

  1. Öffnen Sie das zu korrigierende Bild
  2. Wählen Sie „Überarbeiten“
  3. Klicken Sie auf „Auto-Tonwertkorrektur“
Was sonst noch wichtig ist !

Verhinderung von Kondenswasser

Wer lange auf der Piste unterwegs ist oder durch die herrliche Winterlandschaft wandert, freut sich auf eine gemütliche Pause in einer guten warmen Stube.

Die Kamera allerdings findet einen schnellen Wechsel von Temperaturen nicht besonders gut. Über Stunden durch die Kälte geschleppt, bildet sich bei einem schnellen Auspacken in einem geheizten Raum recht schnell Kondenswasser an der Kamera, dass es zu vermeiden gilt.

Lassen Sie Ihre Kamera lieber erst einige Zeit in der Tasche. So erwärmt sie sich wesentlich langsamer und es entsteht kein Kondenswasser. Oder stecken Sie sie draussen in einen gut verschliessbaren Plastikbeutel und öffnen Sie diesen erst, wenn sich die Kamera an die Innentemperatur angepasst hat.
Batterien / Akkus

Bei Kälte verringert sich die Funktionsdauer von Batterien/Akkus. Oberstes Prinzip ist es, zu versuchen, die Kamera möglichst warm zu halten. Stecken Sie sie z.B. in die Skijacke. Ihre Körperwärme verlängert die Lebensdauer der Batterien/Akkus.

Sorgen Sie unbedingt dafür, dass Sie einen Batterie/Akku-Reservesatz dabei haben. Bewahren Sie die Stromspender unbedingt in der Wärme - im Hosensack oder einer Innentasche der Skijacke - auf.

Wiederaufladbare Akkus: Praktisch sind wiederaufladbare NiMH-Akkus, die innert wenigen Stunden aufgeladen werden können.

Compit Akku LR6 AA Mignon
Art. T001-90032
4 Stk. nur
Fr. 17.50
Wir empfehlen das Compit TC4-Akku-Ladegerät. Es verfügt über Steckdosen-Adapter, mit denen das Ladegerät auch an die Stromdosen im Ausland angesteckt werden kann.
Compit TC4-Akku-Ladegerät
Art. T001-90051
nur
Fr. 49.50
Schutz der Haut
Bei extremer Kälte kann die Haut an den Metall-Oberflächen der Kamera haften bleiben.

Das lässt sich vermeiden, indem Sie diejenigen Stellen auf der Kamera, mit denen Sie beim Fotografieren in Berührung kommen, mit Klebeband überkleben.

 

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