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Fotografieren auf Reisen

Die meisten Menschen halten Ausflüge und Reisen in Bildern fest. Hier ein paar Tipps, wie Ihre Reisefotos zu unvergesslichen Erinnerungen werden:

Sehenswürdigkeiten

Wir alle kennen die Bilder der berühmten Sehenswürdigkeiten der Welt. Wer sich die Zeit nimmt eine Sehenswürdigkeit etwas anders ins Bild zu rücken, wird mit besonders beeindruckenden Fotos belohnt. Oft genügt es einen speziellen Aufnahmestandort zu suchen. Wer das Glück hat, dass sich ihm besondere Lichtverhältnisse bieten, kommt garantiert zu tollen Bildern. Geben Sie sich nicht mit dem 0815-Foto zufrieden. Suchen Sie nach speziellen Ansichten.

Anspruchsvolle Fotografen nehmen sich viel Zeit, bis der richtige Moment kommt. Falls Sie die Zeit aufbringen können, lohnt es sich die gleiche Stätte mehrmals zu verschiedenen Tageszeiten zu besuchen. So haben Sie nicht nur unterschiedliche Lichtverhältnisse, sondern es bietet sich Ihnen jedes Mal eine unterschiedliche Umgebung, die ev. einen besonders originellen Schnappschuss ermöglicht.

Sonnenuntergänge und besonders spektakuläre Lichtverhältnisse

Wer liebt sie nicht: die stimmungsvollen Eindrücke, die Erinnerungen zum Leben erwecken. Romantik pur. Fotografisch betrachtet sind solche Momente nicht sehr anspruchsvoll. Die Kunst liegt darin, den Moment zu erkennen und sich mit der Bildkomposition intensiv auseinanderzusetzen. Oft ist weniger mehr. Für perfekte Schärfe verwenden Sie am besten ein Stativ und den Fernauslöser, denn die Lichtverhältnisse erfordern meist eine lange Belichtungszeit.

 

Architektur

In fernen Ländern staunt man gerne über architektonische Meisterleistungen. Doch ab und zu ist man im Nachhinein mit den gemachten Aufnahmen nicht vollends zufrieden. Denn bei Architektur-Aufnahmen besteht die Gefahr, dass durch einen ungeeigneten Aufnahmestandort „stürzende Linien“ (perspektivische Verzerrung) entstehen.

Stürzende Linien NYC aus der Ameisenperspektive

Ev. lässt sich der Verzug korrigieren, indem Sie auf genügend Distanz gehen (Teleobjektiv verwenden), einen erhöhten Aufnahmestandort wählen (z.B. eine Dachterrrasse eines öffentlichen Gebäudes) und darauf achten, dass die Bildebene (Film oder Chip der Digitalkamera) genau parallel zum Gebäude verläuft.

Manchmal ist es aufgrund des Standorts (enge Strassenschlucht oder Gasse) kaum möglich, ein eindrückliches Bauwerk im Bild festzuhalten. Dann lohnt sich der Kauf einer Postkarte. Denn oft sind solche Aufnahmen von Standorten aus fotografiert, an die man als Tourist nicht herankommt. Beschränken Sie sich in solchen Fällen auf Detailaufnahmen des Gebäudes.

Der Reiz der nachfolgenden Brücken-Aufnahme liegt in der Kombination der Architektur und dem gleissenden Sonnenlicht, das sich im Meer spiegelt.

Details erzählen oft mehr

Verzichten Sie nicht darauf, interessante Details zu zeigen. Dazu ist ein Zoom-Objektiv sehr hilfreich. Oder gehen Sie einfach näher ran. Die schönsten Details übersieht man oft sehr schnell. Genaues hin sehen lohnt sich. Und schon erwecken Sie z.B. die Bildhauerkunst aus frühen Jahrhunderten wieder zum Leben.

Lohnenswerte Details, die die Stimmung untermalen, finden Sie überall:

Meist erkennt der Betrachter auch aus Detailaufnahmen, wo die Aufnahme gemacht wurde und zudem ergänzen Sie Ihre Reisefotos dadurch mit Aufnahmen, die nicht nur die meistfotografierten Sehenswürdigkeiten zeigen. Raten Sie mal, wo die folgenden Aufnahmen gemacht wurden:
 
Sie können auch mit einer Serie von Detailaufnahmen Amsterdam im Bild festhalten.
Das Land der Fahrräder Tulpen aus …
Innenaufnahmen

Sie sind oft sehr anspruchsvoll. Nicht nur weil in kleinen Räumen die Platzverhältnisse eng sein können sondern vor allem, weil das Licht hohe Anforderungen an das Können des Fotografen stellt. Überlegen Sie, ob Sie mit dem bestehenden Licht arbeiten oder den Blitz einsetzen möchten.

Was macht den Reiz eines Innenraums aus: ist es die besonders eindrückliche Architektur, die Möblierung oder nur die Tatsache, dass eine berühmte Person in diesem Gebäude/Raum lebte? Solche Fragen im Vorfeld zu beantworten, bringt den Profi auf Ideen, die in seine Bilder einfliessen können.

Sehr eindrücklich sind kunstvoll gestaltete Fenster in Kirchen und Kathedralen. Beachten Sie aber, ob fotografieren überhaupt erlaubt ist.
Skyline-Bilder
Ein beliebtes Motiv beim Besuch von Metropolen sind auch Skylines.
Die Schwierigkeit bei solchen Aufnahmen ist meist, den idealen Standpunkt für ein perfektes Foto zu finden. Profis suchen tagelang bis der richtige Standpunkt für z.B. eine Postkarten-Aufnahme gefunden ist. Und wenn dieser gefunden ist, warten sie oft noch längere Zeit auf das richtige Licht.

Verwenden Sie unbedingt ein Stativ und den Selbstauslöser.
Nachtaufnahmen
Auch in der Nacht lassen sich eindrückliche Aufnahmen machen. Im Idealfall setzen Sie dazu ein Stativ ein. Oder Sie stützen die Kamera irgendwo auf und benützen den Selbstauslöser, um der Verwacklungsgefahr entgegenzutreten. Experimentieren Sie mit verschiedenen Verschlusszeiten (1/30, 1/45, 1/60, 1/125 usw.)
Times Square, New York City Tower Bridge, London
Kunstwerke und Denkmäler
Überlegen Sie bei jedem Denkmal, woran es erinnert. Das bringt Sie auf Ideen für Bildelemente, auf die Sie Ausschau halten können. Oft wird ein Bild dann besonders eindrücklich, wenn es Ihnen gelingt, nicht nur das Denkmal zu fotografieren, sondern abzuwarten bis sich im Umfeld des Denkmals etwas spezielles tut: z.B. eine Katze, die sich auf einem Denkmal eine Pause gönnt usw.

Suchen Sie ungewöhnliche Blickwinkel oder aussergewöhnliche Motive im Vorder- oder Hintergrund.
Dali’s „Elefant“ in London aus der Froschperspektive
Luftaufnahmen
Helikopter-Rundflüge sind heute erschwinglich. Erkundigen Sie sich im Vorfeld der Reise oder sofort nach der Ankunft am Urlaubsort und reservieren Sie Ihren Rundflug frühzeitig. Die Mühe lohnt sich: denn aus der Luft wird die ganz Schönheit oft erst wirklich sichtbar.
Menschen gehören aufs Bild
Besonders eindrücklich sind natürlich Bilder, die das Leben der einheimischen Bevölkerung zeigen. Sei es die Hektik der Menschenmassen in der U-Bahn oder hier das beschauliche Freizeitvergnügen eines Fischers auf Sardinien.
Respektieren Sie aber immer die Mitmenschen: Fragen Sie auf jeden Fall, bevor Sie fremde Menschen fotografieren.
Schlechtes Wetter ist kein Grund, nicht zu fotografieren
Versäumen Sie es nicht, auch bei bewölktem Himmel oder Regen zu fotografieren. Der obige Leuchtturm vor dem bewölktem Himmel bringt die frische Seeluft und das rauhe, nordische Klima besonders gut zum Ausdruck.
Wie Sie schwierige Lichtverhältnisse meistern

Weitere Tipps für das Fotografieren bei starkem Sonnenschein finden Sie hier:

http://www.fotopick.ch/fotokurs/ferienfoto.html

 

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