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Besser belichtete und farbechtere
Bilder dank Weissabgleich |
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Vielleicht ist Ihnen der Begriff "Weissabgleich"
auch schon einmal aufgefallen. Was bedeutet dieser Begriff und weshalb
sollten Sie sich damit auseinandersetzen?
Die Farbe des Lichts ändert sich mit der Art der Beleuchtung
und den Lichtverhältnissen. Dies kann sich auf die Farben Ihrer
Bilder auswirken. |
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Unter "Weissabgleich" versteht
man die Methode, Digital- oder Videokameras an die Farbtemperatur
der dominierenden Lichtquelle anzupassen.
Das Ziel des Weissabgleichs ist es, dafür zu sorgen,
dass eine weisse Fläche unter der gegebenen Licht-Situation
wieder weiss erscheint. |
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In Bezug auf den Weissabgleich unterscheidet
man … A) Digital-Kameras
mit automatischem Weissabgleich |
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Sie ermitteln automatisch die günstigste
Einstellung, die zur natürlichsten Farbwiedergabe führt.
Wie funktioniert dies? Der integrierte Belichtungsmesser analysiert
die Farbzusammensetzung des Lichts. Aus diesen Informationen ermittelt
die Kamera einen möglichst präzisen Farbtemperaturbereich
und gleicht eventuelle Farbabweichungen durch mehr oder weniger
aufwändige Berechnungen (Algorithmen) aus. So ist sichergestellt,
dass auch bei wechselnden Lichtverhältnissen farbechte Bilder
aufgezeichnet werden.
Die meisten Digitalkameras reagieren auf Farbtemperaturen von
ungefähr 3'000 bis 6'700 Kelvin. Diese Werte orientieren
sich an zwei natürlich vorkommenden Belichtungsverhältnissen:
Tageslicht bei bewölktem Himmel (etwa 6'400 Kelvin) und Dämmerlicht
mit starkem Rotanteil (etwa 3'200 Kelvin). Ermittelt die Digitalkamera
beispielsweise eine Farbtemperatur von ca. 3'200 Kelvin, stellt
sich die Empfindlichkeit des CCD-Chips automatisch auf diese Situation
ein. Das Ergebnis sind besser belichtete und farbtreuere Bilder.
Achtung:
Ein automatischer Weissabgleich kann natürlich keine unzureichende
Belichtung ausgleichen. Deshalb sollten Sie immer auf eine korrekte
Ausleuchtung achten und gegebenenfalls einen Blitz oder Zusatzlampen
einsetzen. |
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| B) Digital-Kameras mit voreingestellten Lichtwerten |
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| Diese Kameras verfügen über voreingestellte
Festwerte (Tageslicht, Kunstlicht usw.). Der Fotograf wählt
an der Kamera einen vorgegebenen Wert für eine bestimmte Situation,
z. B. Sonnenlicht, bewölkter Himmel, Kunst- oder fluoreszierendes
Licht. |
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| C) Digital-Kameras mit manuellem Weissableich |
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Bei einigen Modellen kann man den Weissabgleich
manuell vornehmen. Sollte Ihre Digitalkamera über eine „One
Touch“- Funktion verfügen, können Sie sie ganz
einfach auf die aktuelle Lichtquelle kalibrieren. Sie müssen
dazu lediglich das Objektiv auf einen weissen Gegenstand richten
(z.B. ein Blatt Papier), den gemessenen Farbtemperaturwert speichern
und die Kameraposition so verändern, dass Sie den gewünschten
Bildausschnitt im Sucher sehen.
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Die Farbtemperaturen des
Lichts
Wie schon gesagt hat Licht je nach der Tageszeit unterschiedliche
Farbtemperaturen.
Deshalb können Fotos von ein und demselben Motiv je nach
Lichtquelle völlig unterschiedliche Farben aufweisen.
Ein einfacher Test zeigt die unterschiedlichen Farbtemperaturen.
Die folgenden drei Aufnahmen wurden mit der gleichen Digital-Kamera
und zur gleichen Zeit gemacht.
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Dieses Buch wurde
früh
morgens in der Nähe des
Fensters mit dem vorhandenen Tageslicht fotografiert |
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Bei dieser
Aufnahme hat
der Fotograf zusätzlich eine
Lampe eingeschaltet. |
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Das dritte
Bild wurde
mit Blitz fotografiert. |
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Resultat:
Es zeigt sich deutlich, wie die unterschiedlichen Lichtquellen die
Farben der Bilder beeinflussen. |
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Die Farbtemperatur wird
in Grad Kelvin (k) gemessen.
Hier einige typische Werte verschiedener Lichtquellen: |
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| 1000-1500k |
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Kerzenlicht |
| 2500k |
40W Glühbirne |
| 3000-3300k |
200W Glühbirne |
| 3200k |
Sonnenaufgang/Sonnenuntergang |
| 3400k |
Halogenglühbirne |
| 3400k |
1 Stunde vor der Dämmerung |
| 5000-4500k |
Xenon Lampe/Lichtbogen |
| 5500-6000k |
Sonniges Tageslicht am Mittag |
| 5500-5600k |
Elektronischer Fotoblitz |
| 6500-7500k |
Bedeckter Himmel |
| 8000-9000k |
Blauer Himmel |
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Je niedriger die Farbtemperatur ist, desto wärmer
werden die Farben empfunden (gelb/rot); Licht mit hoher Farbtemperatur
sorgt für kühlere Farben (blau). Tageslicht hat zur
Zeit der Dämmerung eine eher niedrige Farbtemperatur, und
eine höhere über den Mittag.
Aufnahmen, die bei Kerzen- oder Glühbirnenlicht gemacht werden,
sind ohne Korrektur zum Beispiel gelb-rotstichig. Für eine
korrekte Farbwiedergabe ist es deshalb erforderlich, neben der
Lichtintensität auch die jeweilige Farbtemperatur des Umgebungslichts
zu kennen. |
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